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Unterstützung

Vorsicht: Eine Traumatisierung ist nicht durch ein Gespräch zu heilen!

Das gut gemeinte "erst mal richtig aussprechen, dann geht das schon wieder" gilt nicht für Traumatisierte. Bei einem traumatisierten Menschen besteht die große Gefahr, dass es beim Erzählen zu Flashbacks (Rückblenden) kommt, die bis hin zu sogenannten dissoziativen Zuständen (Trennung/Zerteilung) führen können, in denen die Person nicht mehr ansprechbar und der Realität kurzzeitig entrückt ist. Dies ist für die Betroffenen sehr unangenehm und belastend !

Deshalb bitte nach Möglichkeit nicht das Trauma, das Erlebnis ansprechen und sich möglichst auf keines dieser Gespräche einlassen.
Anregungen und Tipps, wie Sie sich abgrenzen können, erfahren Sie in unserer Schulung.

Dort werden u.a. verschiedene Bewältigungsstrategien angesprochen.
Sollten Sie also den Eindruck haben, dass eine Person Hilfe benötigt, versuchen Sie Kontakt zu einer psychologischen Fachkraft herzustellen. Adressen der Fachkräfte können Sie in der Datenbank auf dieser Homepage suchen.

So können Sie helfen!

Besonders wertvolle Unterstützung können Sie leisten, indem Sie dem Betroffenen helfen sich abzulenken und das eigene Leben wieder zu organisieren. Sie können Hilfestellung bei praktischen Tätigkeiten und Ämtergängen geben und zu gemeinsamen Aktivitäten animieren, z.B. gemeinsam Kochen, Schwimmen, Sport, Handarbeiten.
Sie sind sehr wichtig für die Betroffenen, da Sie einen wertvollen Vermittler zu dem psychologischen Fachpersonal darstellen.

Vermitteln Sie Kontakte zu Beratungsstellen, Ärzten und Therapeuten, die eine gute Diagnostik leisten und entsprechende Hilfsangebote machen können. Ermutigen Sie erkrankte Menschen, diese Hilfe anzunehmen und versuchen Sie ihnen zu erklären, dass Traumatisierung eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis ist.

Achten Sie bei aller Hilfe die notwendig und wichtig ist, auch auf sich selbst. Denn nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie tatsächlich gute Hilfe leisten. Es ist daher wichtig, eigenen Grenzen zu kennen und zu akzeptieren.

Montag, 06.Februar.2012 - Sie sind hier: Infos für Ehrenamtliche » Unterstützung von Traumatisierten