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Beratung und Sprachtherapie für mehrsprachige Menschen

Seit 2008 bietet das FBS (Forschungsinstitut und Beratungsstelle für Sprach­reha­bilitation) der Universität zu Köln ein Beratungsangebot bei Sprachproblemen mehrspra­chiger Kinder, Jugendli­cher oder Erwachsener in den in der Bundesrepublik Deutschland häufigsten Fremd­sprachen an.

Ziel der ko­sten­freien Beratung, die in deutsch oder in den Herkunftssprachen (türkisch, rus­sisch, polnisch, tschechisch, italienisch, französisch, englisch, persisch/farsi) erfolgen kann, ist es zu entscheiden, ob die Kinder oder Erwachsenen eine Sprach­störung haben, die einen Anspruch auf kranken­kassen­finanzierte Diagnostik und Sprachtherapie begrün­det. In Kooperation mit der Praxis für interkulturelle Sprach­the­rapie (Leitung: B. Eiden) kann beim Vorliegen einer Sprachstörung die Diagnostik und Sprachtherapie durch Sprach­­therapeu­tinnen organisiert werden, welche die jeweilige Herkunftssprache sprechen.

Beratungsgrund. Die Beratung steht Eltern offen, deren Kinder (ab 2 Jahren) sich sprach­lich auffällig und nicht altersgemäß entwickeln. Beunruhigende Auffälligkeiten können u. a. bestehen in einem verzögerten Sprechbeginn, geringem Wortschatz, Aus­spra­che­problemen, falschem Satzbau, Sprachverständnisproblemen, Stottern, heiserem oder nasalem Stimmklang.

Ebenfalls können folgende Probleme von Schulkindern und Jugendlichen zur Beratung führen: Lese- und Rechtschreibprobleme, Rechenprobleme/Dyskalkulie, Aufmerksam­keits­probleme/ADHS.

Die Beratung kann auch von Erwachsenen genutzt werden bei Stimmproblemen, Schluck­problemen, Sprechproblemen (u. a. nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, bei Morbus Parkinson).

Im Bereich Mehrsprachigkeit sei in diesem Zusammenhang auf das Projekt MIGRApolis Deutschland hingewiesen, das den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Meinungen zum Thema "Migration und interkulturelles Zusammenleben" fördert.

Letze Änderung: 02.04.2009

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